Hauszwetschge 

(Bei uns im Angebot, Alte Sorten)


Syn. Basler Zwetsche
Bauernpflaume
Hauspflaume
Pocegaca
Eine sehr alte Sorte, die seit dem Mittelalter in Deutschland angebaut wird
Späte, ertragreiche Zwetschge mit relativ kleinen Früchten, aber vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten, deren Anbau aber durch die hohe Scharkaanfälligkeit heute stark eingeschränkt ist. Boden- und Standortansprüche sind relativ gering. Es gibt mehrere Herkünfte, die sich besonders in der Reifezeit, aber auch in der Fruchtgrösse und im Ertrag unterscheiden.
Baum: stark wachsend (in Abhängigkeit vom Standort), Wuchsform aufrecht, Krone dicht
Blüte: spät, selbstfruchtbar
Reife: spät (Mitte September, kann aber in Abhängigkeit von der Herkunft von Anfang bis Ende September reifen). Frühreifende Herkünfte: Gunser, Meschenmoser, Schraderhof 100; spätreifende Herkünfte: Wolff, Schüfer, Etscheid sowie Doppelte Hauszwetschge zum Felde, die besonders in Norddeutschland angebaut wird.
Ertrag: hoch, setzt mittelfrüh ein, Alternanz möglich
Frucht: klein, oval, Fruchtfarbe dunkelblau mit starker Bereifung, Fruchtfleisch gelbgrün (bis orange), fest, Saftgehalt niedrig bis mittel. Die Steine lösen in der Regel gut vom Fruchtfleisch. Der Geschmack ist sehr gut, ausgeglichen süss-sauer, stark würzig bis etwas herb, mit ausgeprägtem Aroma. Die Früchte sind gut transportfähig. Für alle Verwendungszwecke (Frischverzehr, Verarbeitung) geeignet.
Scharka: Früchte sehr stark anfällig (starke bis sehr starke Symptome); starke Blattsymptome

Bild und Text: "Beschreibende Sortenliste, Steinobst 1997". Deutsches Bundessortenamt. Mit dessen Bewilligung für Veröffentlichung.
Anbauflächen Schweiz: Bundesamt für Landwirtschaft; Hauptabteilung Produktion und Internationales; Sektion Spezialkulturen und Weinwirtschaft.
Verfügbarkeit im Schweizermarkt: Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW

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