Giffards Butterbirne 

(Alte Sorten)


Syn. Beurrée Giffard
Zufallssämling, durch M. Giffard in Angers, Frankreich, gefunden und 1825 in den Handel gebracht.
Fruchtgrösse: Klein bis mittel, 50-60 mm breit, 70-85 mm hoch.
Gestalt: Birnenförmig, kelchbauchig, stielwärts spitz auslaufend, ohne Stielgrube. Kelchgrube klein, flach, fein gerippt. Kelch offen, mit langen Kelchzipfeln.
Haut: Glatt, trocken, gelbgrün mit sonnenseits zart verwaschener, rotbrauner Deckfarbe. Lentizellen zahlreich, in der Deckfarbe forellenartig umhöft.
Stiel: Lang, holzig, oft durch Fleischwulst schief abgedrängt.
Kernhaus: Klein bis mittelgross, spindelförmig, kelchwärts liegend, mit gerundeten Fächern und gutentwickelten Samen.
Fleisch: Gelblichweiss, schmelzend, saftig, süss mit zarter Säure, erfrischend, angenehmer Geschmack.
Ernte: Im Wallis ab Mitte Juli, in der Ostschweiz bis Anfang August.
Genussreife: Ab Baum zu konsumieren, im Kühllager höchstens 2 bis 3 Wochen haltbar.
Wuchs: Mittel bis stark, bildet lange, wild wachsende Triebe, Blatt mittelgross, länglich.
Krankheiten: Anfällig für Schorf, Holz und Blüte frostempfindlich.
Blüte und Befruchtung: Blüht früh, diploid, Pollen gut. Befruchter sind Trevoux, Williams, Gute Luise, Guyot.
Produktionseigenschaften: Ertragseintritt ziemlich früh, bringt über die Jahre recht gute Erträge, neigt stark zu Alternanz, hat eine kurze optimale Pflückzeit, Fruchtholz nicht zu kurz schneiden, verträglich mit Quittenunterlage, gedeiht auch in Berglagen.
Verwendung: Qualitativ wertvolle Frühsorte, für den Lokalmarkt und die Selbstversorgung.

Bild und Text: "Obstsorten". Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale, Zollikhofen.
Lagerbedingungen: Angaben von Dr. Höhn und Franz Gasser, Eidg. Forschungsanstalt Wädenswil, ohne jede Gewähr für Richtigkeit und Haftung.
Anbauflächen Schweiz: Bundesamt für Landwirtschaft; Hauptabteilung Produktion und Internationales; Sektion Spezialkulturen und Weinwirtschaft.

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