Ananas Reinette 

(Alte Sorten)


Syn. Reinette Ananas
Ananasrenette
Annanas Reinette
Annanas Renette
Vermutlich aus Holland. Erstmals 1820 dokumentiert. Der Name kommt wahrscheinlich vom oben aufsitzenden, büschelförmig aufgerichteten Kelch, der an den Blätterschopf einer Ananas erinnert.
Grösse: Klein, 55-60 mm breit, 52-58 mm hoch.
Haut: rau, gelbgrün bis goldgelb. Deckfarbe fehlt meistens. Lentizellen zahlreich, auffällig, als Rost-Sternchen erscheinend.
Gestalt: Walzen- oder kegelförmig bis kugelig, unregelmässig, oft schief. Stielgrube eng, mitteltief, schuppig berostet. Auch Früchte ohne Stielgrube häufig. Kelchgrube mittelweit, sehr flach, fein gerippt. Kelch offen oder geschlossen.
Stiel: Mittellang, dünn, holzig, gegen die Abbruchstelle verdickt.
Kernhaus: Mittelgross, zwiebelförmig. Achse lanzettförmig hohl. Fächer gross, kelchwärts zugespitzt. Samen oft taub.
Fleisch: Weissgelb, ziemlich fest, feinzellig, angenehm säuerlich.
Ernte: Ende September bis Anfang Oktober
Genussreife: Ab Baum, im Naturlager bis Ende Dezember, im Kühllager bei 3-4° C bis Ende Februar haltbar.
Wuchs: Schwachwachsend, garniert gut, bildet als Hochstamm eine hochgeformte, dichte Krone mit viel Fruchtholz.
Krankheiten: Mässig schorfanfällig. Neigt zu Spitzendürre, krebsanfällig. Wird häufig von der Obstmade befallen.
Blüte und Befruchtung: Blüht mittelfrüh. Pollen gut. Befruchter sind Klarapfel, Berner Rosen, Cox Orange, Goldparmäne.
Produktionseigenschaften: Ertragseintritt früh, Ertrag regelmässig. Erfordert Fruchtausdünnung. Nur für warme Standorte geeignet. Lässt sich als Hoch- und Nieder-stamm erziehen. Auf Hochstamm oft kleinfruchtig.
Verwendung: Nicht für Erwerbsanbau geeignet. Tafelapfel für Selbstversorgung und Lokalmarkt. Im Hausgarten an warmen Standorten brauchbar. Geeignet für die Verarbeitung in der Küche.

Bild und Text: "Obstsorten". Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale, Zollikhofen.

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