Bigarreau Moreau 

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Syn. Souvenir des Charmes
Bigareau
Aus Frankreich. Zufallssämling, durch Herrn Sandrin in Denice (Rhöne) selektioniert.
Grösse: Sehr gross, 23,4 : 26,0 : 21,9 mm, Fruchtgewicht 7,0-7,5 g.
Gestalt: Breitherzförmig, stark geschultert, Rücken und Bauchflächen zum Stempel hin stark zusammenlaufend. Stielgrube weit, tief. Bauchnaht als deutliche Linie sichtbar. Stempelpunkt wenig auffällig.
Haut: Leuchtendrot bis dunkelrot, mit ruhigem Glanz, sehr regenempfindlich.
Stiel: Kurz, 28-32 mm, mitteldick, haftet fest, blutet wenig.
Fleisch: Fest, saftig, mit mässig Zucker und Aroma, erfrischend. Saft hellrot, bei Vollreife dunkler werdend.
Stein: Gross, 11,2 : 7,5 : 9,3 mm, löst schlecht. Oval, Spitze gestutzt, Oberfläche rau, Wulst sehr breit und flach, furchig, Seitenwülste breit, kantig.
Reifezeit: 1. bis z. Kirschenwoche, vor Magda.
Wuchs: Starkwachsend, sparrig, halbausgebreitet, mässig verzweigt.
Blüte und Befruchtung: Blüht früh. Befruchter sind noch nicht geprüft. Intersteril mit Bigarreau Burlat.
Produktionseigenschaften: Ertragseintritt früh. Nach bisherigen Erfahrungen ertragreich. Früchte sind wegen der kurzen Stiele schlecht zu pflücken. Für Frühgebiete. Wegen der Regenempfindlichkeit nur für Standorte mit geringen Niederschlägen vor der Ernte geeignet. Abdeckung mit Plastikfolie hat sich bewährt. Vogelabwehrmassnahmen in den meisten Fällen unerlässlich.
Krankheiten: Früchte bei nasser Witterung sehr regenempfindlich und dann moniliaanfällig.
Verwendung: Wertvolle frühreife Tafelkirsche mit grosser Frucht. Als Konservenkirsche und zur Saftbereitung kaum geeignet. Bigarreau Burlat reift zur gleichen Zeit und ist Bigarreau Moreau sehr ähnlich. Bigarreau Burlat bringt gute Erträge, fault aber stärker als Bigarreau Moreau.

Bild und Text: "Obstsorten". Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale, Zollikhofen.
Anbauflächen Schweiz: Bundesamt für Landwirtschaft; Hauptabteilung Produktion und Internationales; Sektion Spezialkulturen und Weinwirtschaft.
Lagerbdingungen: Diverse
CA-Lagerbedingungen: "Besseres Obst", 7/2007, S. 22-24
Verfügbarkeit im Schweizermarkt: Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW

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