Beurre Hardy 

(Bei uns im Angebot, Alte Sorten)


Syn. Gellerts Butterbirne
Von Bonnet, Boulogne-sur-Mer, Frankreich, um 1820 als Zufallssämling entdeckt und nach dem damaligen Direktor des Jardin du Luxembourg in Paris, Hardy, benannt. In Deutschland von Oberdieck 1838 fälschlicherweise nach dem Dichter Gellert neu benannt
Eine alte Sorte, die wegen ihres starken Wuchses vorwiegend in grossen Gärten, auf Streuobstwiesen und als Landschaftsbaum Verwendung findet. In den Obstbaumschulen wird sie als Stammbildner auf Quittenunterlagen benutzt.
Wuchs: sehr stark, aufrecht bis breit wachsend mit geringer bis mittlerer, Verzweigung
Blüte: mittelfrüh, gering frostempfindlich
Pflückreife: ab Mitte September
Genussreife: Ende September bis Ende Oktober
Ertrag: mittelhoch, unregelmässig, spät einsetzend
Frucht: mittel bis gross, etwas unregelmässig, mittellang, breit, mittel- bis kelchbauchig, Seitenform leicht nach aussen gewölbt,- Fruchtschale gelbgrün, Deckfarbe fehlend, fast ganz berostet, mittelfest, griessig, beim Verzehr etwas störend; Fruchtfleisch saftig, süss mit feiner Säure, schmelzend, angenehm aromatisch
Lagereignung: im Kühllager bis November/Dezember
Krankheiten und Schädlinge: örtlich anfällig für Schorf, mittel für Feuerbrand, gering für Blüten- und Holzfrost

Bild und Text: "Beschreibende Sortenliste, Kernobst". Deutsches Bundessortenamt. Mit dessen Bewilligung für Veröffentlichung.
Lagerbedingungen: Angaben von Dr. Höhn und Franz Gasser, Eidg. Forschungsanstalt Wädenswil, ohne jede Gewähr für Richtigkeit und Haftung.
Anbauflächen Schweiz: Bundesamt für Landwirtschaft; Hauptabteilung Produktion und Internationales; Sektion Spezialkulturen und Weinwirtschaft.

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