| Nach der Oberlieferung im Jahre 1885 als Zufallssämling in Hausen a. d. Zaber (Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg) durch Aussaat entstanden und 1926 öffentlich vorgestellt. Andere Quellen vermuten eine Identität mit 'Graue Französische Renette'. |
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| Ähnliche Namen sind 'Graue Renette vom Zabergäu', 'Zabergäurenette' u. a. (nicht mit 'Graue Kariadarenette' bzw. 'Reinette gris du Canada' gleichzusetzen). |
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| Pflückreife: Mitte bis Ende Oktober. |
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| Genussreife: November bis März. |
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| Polleneigenschaften: Schlecht (triploid). |
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| Standortansprüche: Gute geschmackliche Qualitäten der Früchte setzen warme Standorte voraus; Höhenlagen (> 500m über NN in SW-Deutschland) oder kühlere Anbauzonen sind deshalb weniger geeignet. Der Anspruch an die Bodenfeuchtigkeit ist im Vergleich zu der sonst ähnlich veranlagten Sorte 'Boskoop' geringer. Auf zu Trockenheit neigenden Böden soll die Anfälligkeit für Mehltau zunehmen. Über die Empfindlichkeit von Blüten und Holz gegenüber Frost sind die Erfahrungen widersprüchlich. In beiden Fällen ist von einer mittelmässigen Empfindlichkeit auszugehen. Die Früchte sind windfest. |
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| Baum: Der Wuchs ist mittelstark bis stark, schwächt sich bei älteren Hochstämmen aber ziemlich ab; häufig haben sich in solchen Fällen dann lockere, flachkugelige und langästige Kronen gebildet, deren Triebwachstum kaum ausreichend ist. Bei intensivem Anbau zeigen sich Kombinationen auf starkwachsender Unterlage auch im Vollertragsalter als mittelstarkwachsend mit hochovaler Krone und mit zahlreichem und kräftigem Neuwuchs. Während im erstgenannten Beispiel die Bäume überwiegend am Quirlholz fruchten, ist dies bei guter Triebbildung hauptsächlich an den seitlichen Kurztrieben am 2jährigen Langtrieb der Fall. Anfällig für Obstbaumkrebs. |
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| Fruchtgrösse und Form: Gross; meist flachrund, stiel- bis mittelbauchig, verschiedentlich auch hochgebaut oder schief. |
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| Farbe und Beschaffenheit der Schale: Gelb bis goldgelb, in der Regel, ausgenommen allerdings im Deckfarbenbereich, ganzflächig mit zimtfarbigem bis hellgrauern Rost überzogen, sonnenseits hellrot über weinrot bis dunkelrotbraun (freundlich) ; rau, trocken, zahlreiche Lentizellen, teils als helle Punkte, teils als Roststerne. |
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| Kelch: Gross bis sehr gross, offen bis halboffen, mitteltief bis tief, kleine Blättchen. |
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| Kelchgrube: Gross, weit, tief, breiter und wulstartiger Rand. |
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| Stiel: Mittellang, mitteldick, bei der Pflücke leicht ausbrechend. |
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| Stielgrube: Tief, ziemlich eng und fast durchweg grob (rissig), häufig über den Rand hinausgreifend, berostet. |
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| Kernhaus: Klein mit schmalen Samenfächern; geräumige Achsenhöhle, herzförmig, Leitbündel dicht am Kernhaus; unregelmässige Samenbildung. |
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| Fruchtfleisch: Weiss, später gelblich, im Schalenbereich grünlich; kurz, mit Tendenz zu mürbe, dann etwas saftarm; anfällig für Stippigkeit; relativ reich an Vitamin C. |
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| Geschmack: Feinfruchtig, würzig, milder als 'Boskoop'. |
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| Anbau und Markt: Bei nur mittleren Pflegeansprüchen setzen die Erträge bei 'Zabergäu' früher als bei 'Boskoop' ein, alternieren schwach und liegen im langjährigen Mittel aber über dem artspezifischen Durchschnitt. Weitere günstige Eigenschaften sind die ziemlich einheitliche Fruchtgrösse, der feinfruchtige Geschmack und die gute Transportfähigkeit (nicht druckempfindlich), nachteilig das Vorkommen von Stippeflecken und die Welkeempfindlichkeit der Früchte, aber auch das Auftreten von Schalenbräune. Ein günstiger Vitamin-C-Gehalt rundet die beachtenswerte Fruchtqualität ab. Hinsichtlich Form und Farbe der Früchte bestehen Ähnlichkeiten mit den Sorten 'Boskoop', 'Coulon' und 'Kanadarenette'. |
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| Typen: Von 'Zabergäu' sind keine Typen bekannt. |
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