| Syn. |
Brettacher Sämling |
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Brettacher Gewürzapfel |
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| Als Zufallssämling in Brettach (Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg) gefunden und im südwestdeutschen Raum verbreitet. |
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| Pflückreife: Mitte bis Ende Oktober. |
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| Genussreife: Nach Kühllagerung bei +4°C von Februar bis März. |
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| Polleneigenschaften: Schlecht (triploid). |
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| Standortansprüche: Eine nach Grösse, Farbe und Geschmack ansprechende Qualität setzt günstige Wärmeverhältnisse während der Vegetationszeit voraus. Höhenlagen über 500m über NN in SW-Deutschland oder relativ kühle Gebiete eignen sich für den Anbau weniger. In solchen Fällen schmecken die Früchte häufig "grasig" und erreichen auch nicht die sortentypische Grundfarbe. Die Ansprüche an die Feuchtigkeit und an die Durchlüftung des Bodens sind dagegen mässig, d. h., dass nicht nur mässig frische, sondern auch schwach wechseltrockene bzw. schwach tonige Böden in allerdings gutem Düngezustand nutzbar sind. Sowohl die Blüten als auch das Holz sind verhältnismässig frosthart. |
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| Baum: Als Folge des starken Wuchses bilden sich bei gleichzeitiger Verwendung starkwachsender Unterlagen grosse und flachbreite Kronen. Da zudem die Verzweigung der Langtriebe schwach ist, haben die Kronen einen lockeren Aufbau mit meist guter Belichtung. Die höchstens mässige Triebbildung, die schwache Verzweigung sowie Verkahlungen der unteren Astbereiche zwingen hin und wieder zu kräftigem Rückschnitt. Ansonsten ist der Schnitt dieser Sorte nicht aufwendig. Aufgrund des sorteneigentümlichen Triebwachstums treten als bevorzugte Fruchtstand-Orte das Quirlholz (Kurztriebe, mehrjährig) und die 2jährigen Langtriebe (Kurztriebe, 1jährig, endständig) auf. Letztere sind in der Regel auf der ganzen Länge einheitlich mit Kurztrieben besetzt. Holz und Laub (sehr wenig anfällig für Befall mit Schorf) sind gegenüber Krankheiten im allgemeinen robust, der Pflegeanspruch entsprechend gering. |
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| Fruchtgrösse und Form: Gross; ziemlich flach und mittelbauchig, schwach rippig, von kleinen Höckern am Kelch ausgehend. |
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| Farbe und Beschaffenheit der Schale: Gelblichgrün bis weisslichgrün, glänzend, sonnenseits geflammt, bräunlich hellrot bis flächig braunrot, verschiedentlich bestechend schön; glatt, stark wachsig, Deckfarbe meist scharf abgegrenzt, Lentizellen kaum sichtbar, ohne Berostungen; hart und manchmal derb. |
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| Kelch: Mittelgross, halboffen, lange und schmale Blättchen. |
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| Kelchgrube: Ziemlich eng, mitteltief bis tief, Kelchpartie grossräumig und oft unregelmässig schwach höckerig. |
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| Stielgrube: Weit, mitteltief, meist nur am Grund berostet. |
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| Kernhaus: Mittelgross; Samenfächer geschlossen, Achsenhöhle vorhanden, zwiebelförmig, Leitbündel als grüne Punkte und mit weitem Radius sichtbar. |
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| Fruchtfleisch: Weiss bis grünlichweiss; sehr saftig, kurz, locker; mittlerer Gehalt an Vitamin C. |
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| Geschmack: Fruchtig-herb, wenig Aroma, erfrischend. |
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| Anbau und Markt: Die dank der stark wachsigen Schale auch im Naturlager gute Lagerfähigkeit und der wenig aufwendige Anbau machen 'Brettacher' auch heute noch zu einem begehrten späten Winterapfel mit vielseitiger Verwendbarkeit (Tafel-, Koch- und Backapfel), hauptsächlich für den Liebhaberund Selbstversorgerobstbau. Allerdings können je nach Beschaffenheit der Früchte und den Lagerbedingungen Schalenbräunemängel vorkommen. Tiefe Temperaturen (< +4°C) bei Kühllagerung führen häufig zu Kältefleischbräune. |
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| Typen: Von 'Brettacher' sind keine Typen bekannt geworden. |
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