Ingrid Marie 

(Alte Sorten)


Mutanten:  Karin Schneider
Syn. Hoed Orange
Um 1910 an der Gartenbauschule Flemloese,Dänemark, als Zufallssämling vermutlich der Sorte 'Cox Orangerenette' entstanden, seit 1936 im Handel
Ältere Sorte, die lokal Bedeutung im norddeutschen Raum besitzt. Die Früchte sind mittelgross, säuerlich und aromatisch.
Wuchs: sehr stark, breit, sehr dicht verzweigt, neigt zum Überbauen, hoher Schnittaufwand, muss lang geschnitten werden
Blüte: mittel bis spät, mittel frostempfindlich, Blütenbesatz schwankend
Pflückreife: Anfang bis Mitte September
Genussreife: Oktober bis November
Ertrag: niedrig bis mittelhoch, unregelmässig, mittelfrüh einsetzend
Frucht: mittelgross, flach bis sehr flach gebaut, stiel- bis mittelbauchig, weite, flache, rissig berostete Kelchgrube mit grossem Kelch und grünen Kelchblättern, Stielgrube ebenfalls weit, flach, rissig, berostet-, Fruchtschale gelbgrün mit 60 bis 90 % flächiger und gemaserter, dunkelroter Deckfarbe, zahlreiche, durch ihre helle Umgebung auffällige, rissige Lentizellen, dick, trocken; Fruchtfleisch weich bis mittelfest, grünlich bis cremefarben, mittelfeinzellig, saftig, kräftig, säuerlich, aromatisch
Lagereignung: ungekühlt bis Dezember, CA-Lager bis Februar, fault und welkt
Krankheiten und Schädlinge: gering anfällig für Schorf, mittel für Mehltau und Stippe, sehr stark anfällig für Braunfäule, bei trockener, heisser Witterung Hitzeschäden möglich, feuerbrandanfällig, stark krebsanfällig

Bild und Text: "Beschreibende Sortenliste, Kernobst". Deutsches Bundessortenamt. Mit dessen Bewilligung für Veröffentlichung.
Anbauflächen Schweiz: Bundesamt für Landwirtschaft; Hauptabteilung Produktion und Internationales; Sektion Spezialkulturen und Weinwirtschaft.

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