Fellenberg FAW2 


Neuerer nach der Forschungsanstalt Wädenswil benannter Typ der Sorte Fellenberg Standard.
Baum: Schwach bis mittelstark wachsend, Wuchsform aufrecht bis breitwüchsig, Krone locker bis mittel mit herabhängendem Fruchtholz. Das Laub von FAW 2 ist etwas heller und als beim Standard und manchmal etwas gefaltet.
Blüte: Mittel bis spät, empfindlich für kühles und nasses Wetter, teilweise selbstfruchtbar, Befruchtersorten erforderlich
Reife: Mittel bis spät (Anfang September)
Ertrag: Setzt spät ein, ist in guten Jahren mittel bis hoch, in Jahren mit ungünstiger Witterung nicht befriedigend. Typ FAW 2 erzeugt höhere Erträge als der ursprüngliche Typ, bei gleicher Qualität.
Frucht: Klein bis mittel, oval, Fruchtfarbe violettblau mit starker Bereifung, Fruchtfleisch gelbgrün (bis gelb), mittelfest, Saftgehalt mittelhoch. Die Steine lösen gut vom Fruchtfleisch. Der Geschmack ist sehr gut, angenehm süss-sauer mit kräftigem Aroma. Die Transportfähigkeit ist gut. Bei nassem Wetter neigen die Früchte zum Platzen. Die Früchte eignen sich gut für den Frischverzehr und für die Verarbeitung.
Pflanzenschutz: Früchte sind sehr stark anfällig (starke bis sehr starke Symptome); starke Blatt- und Rindensymptome.
Weitere Fellenbergtypen:
- Fellenberg Standard - Fellenberg Grässli - Richards Early

Anbauflächen Schweiz: Bundesamt für Landwirtschaft; Hauptabteilung Produktion und Internationales; Sektion Spezialkulturen und Weinwirtschaft.
Bild und Text: "Beschreibende Sortenliste, Steinobst 1997". Deutsches Bundessortenamt. Mit dessen Bewilligung für Veröffentlichung.
Text: Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil, Postfach 185, 8820 Wädenswil.

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